Wenn das Kartenhaus in sich zusammenfällt Mein geschätzter Fachkollege Heiko Frings, ein ausgewiesener Experte für Statistik und Risikomodellierung, hat kürzlich sehr anschaulich gezeigt, wie man mit R moderne Methoden wie Vine Copulas einsetzen kann – gerade wenn es um Tail Dependencies geht. Also um die Situationen, in denen nicht nur ein Risiko eintritt, sondern gleich mehrere gleichzeitig kippen: Wenn das Kartenhaus zusammenbricht, bricht eben nicht Stein für Stein, sondern alles zugleich. Genau hier entfalten Vine Copulas ihre Stärke: Sie bilden solche Abhängigkeiten in Extremsituationen realistisch ab – sei es beim Finanzmarktcrash, bei Naturkatastrophen, in der Versicherung oder bei regionalen Lieferkettenausfällen. Wir haben diesen Ansatz weitergeführt: Mit Risk Kit R ist es möglich, Vine Copulas und andere hochmoderne Methoden direkt in Excel-Simulationen einzubinden. Und das ist entscheidend, denn: ● Excel ist die reale Arbeitsumgebung vieler Unternehmen. Hier entstehen die Kalkulationen für Investitionen, Projekte und Entscheidungsgrundlagen. ● Wer diese Modelle außerhalb von Excel neu implementieren müsste, hätte einen immensen Aufwand – oft schlicht nicht machbar in der Praxis. ● Mit Risk Kit lassen sich bestehende Modelle in Excel deshalb direkt um Tail-Dependencies, Copulas oder externe Datenquellen (EZB, Weltbank, FED) erweitern – ohne Bruch in der Arbeitsumgebung. Wichtig ist: 99,9 % aller Anwendungen lassen sich bereits mit den Risk-Kit-Funktionen vollständig modellieren – ganz ohne zusätzlichen Code. Nur in extremen Spezialfällen lohnt sich für Einzelfunktionen der Griff zu R, Python oder anderen Frameworks. Das Ergebnis: Eine Plattform, die von den Grundlagen bis zu hochmodernen Methoden reicht – und die sich wiederum nahtlos in Systeme wie den Enterprise Risk Evaluator integriert. So wird Forschung aus der Statistik-Community direkt in der Unternehmenspraxis nutzbar. Und genau das ist es, was modernes Risikomanagement braucht.

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