ERM und Entscheidungsunterstützung sind vom Mars und von der Venus Derzeit wird viel darüber gesprochen, dass Enterprise Risk Management stärker in Managemententscheidungen integriert werden müsse. Das grundlegende Problem dabei wird oft unterschätzt: ERM arbeitet mit: • bekannten Risiken • vorhandenen Strukturen • standardisierten Bewertungslogiken • periodischen Prozessen • fest definierten Datenfeldern • bestehenden Organisations- und Geschäftsmodellen Vorstandsentscheidungen drehen sich dagegen häufig um völlig neue Fragestellungen: • neue Märkte • neue Technologien • neue Finanzierungsstrukturen • neue Investitionen • neue Lieferketten • neue regulatorische Entwicklungen • neue strategische Optionen Dafür existieren im klassischen ERM oft weder die erforderlichen Daten noch die notwendigen Modelle. Ein Beispiel: Wie soll eine neue Anlage strukturell finanziert werden? Dann benötigt man unter anderem: • Zinsentwicklungen • alternative Finanzierungsstrukturen • Cashflow-Modelle • Verschuldungsszenarien • Marktannahmen • Wechselwirkungen mit bestehenden Verpflichtungen Diese Informationen liegen typischerweise nicht im Enterprise Risk Management vor. Das ERM wurde für solche Fragestellungen auch nie konzipiert. Deshalb reicht es nicht aus, „das ERM stärker in Entscheidungen einzubinden“. Wenn Risikomanagement echte Entscheidungsunterstützung leisten soll, muss es technisch und methodisch geöffnet werden: • für heterogene Daten • für individuelle Modelle • für neue Zielgrößen • für langfristige Analysen • für flexible Szenarien • für Fragestellungen außerhalb standardisierter Prozesse Genau an dieser Stelle schließen Risk Kit und der Enterprise Risk Explorer die Lücke. Mit Risk Kit können offene Datenströme, individuelle Modelle und neue Fragestellungen flexibel verarbeitet und analysiert werden — auch dann, wenn für die konkrete Entscheidung noch keinerlei Struktur im klassischen ERM existiert. Der Enterprise Risk Explorer ermöglicht den Kontext des Unternehmens mit einzubeziehen und anschließend, relevante Ergebnisse kontrolliert und nachvollziehbar in das Enterprise Risk Management zu übernehmen. Dadurch entsteht eine Brücke zwischen: • offener Entscheidungsanalyse und • institutionalisierter Risiko-Governance Dem Enterprise Risk Management wird damit echte Entscheidungsunterstützung unter Unsicherheit eröffnet.

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