Was bedeutet eigentlich ein „validierbares“ Risikomodell? Im Risikomanagement wird oft davon gesprochen, dass Modelle „validierbar“ sein sollen. Spannend ist: Validierbarkeit heißt nicht, dass ein Modell die Zukunft exakt vorhersagen muss. Ein Risikomodell ist dann validierbar, wenn man im Nachhinein sinnvoll prüfen kann: • Welche Risikotreiber wurden identifiziert? • Welche Annahmen wurden getroffen? • Welche Wirkungszusammenhänge wurden unterstellt? • Wo lagen wir richtig – und wo nicht? • Was lernen wir daraus für die nächste Planung? Ein Modell darf kein Rätsel bleiben. Vielleicht ist genau das ein hilfreicher Perspektivwechsel: Nicht zu fragen, ob eine Zahl „stimmt“, sondern ob ein Modell erklärbar, überprüfbar und lernfähig ist. Das verändert den Blick auf Risikomanagement – und macht es anschlussfähig für Steuerung, Prüfung und Weiterentwicklung.

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